Heckenschnitt

Hecken sind dicht gepflanzte Gehölzreihen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Als lebender Zaun, Lärm- und Sichtschutz, raumteilendes Gestaltungselement oder Lebensraum für Vögel und andere Tiere, bietet eine Hecke viele Möglichkeiten. Eine Hecke muss nicht zwangsläufig aus einer Strauchart gepflanzt werden. Sie kann auch als Mischung aus Laub-, Nadel- oder Obstgehölzen bestehen. Bei der richtigen Pflege ist grundsätzlich zwischen frei wachsende Hecken und Formschnitthecken zu unterscheiden. Da der Fokus bei frei wachsenden Hecken oft auf die Form einer Blütenhecke gerichtet ist, wird hier zurückhaltend geschnitten. Es werden nur einzelne Äste heraus genommen, dies bewirkt eine Verjüngung und je nach Gehölzart kann bei einem gezielten Schnitt die Blüte gefördert werden.

Formschnitthecken erfordern dagegen einen intensiven Pflegeschnitt. Denn hier gilt: Je öfter geschnitten wird, desto dichter wird die Hecke. An den Schnittstellen treiben die Triebe verstärkt aus und bilden dort dichte Büschel, die beim nächsten Schnitt wieder Büschel bilden usw. So lässt sich nach und nach eine dichte Wand bilden. Formhecken sollten immer trapezförmig geschnitten werden, das heißt unten an der Basis der Hecke breiter und nach oben hin schmaler geschnitten werden. Dadurch wird verhindert, das die Hecke im unteren Bereich zu wenig Sonnenlicht abbekommt und verkahlt.

Der günstigste Zeitpunkt für den Heckenschnitt ist am Ende des Winters Anfang bis Mitte März, es sollte jedoch frostfrei sein. Ein Rückschnitt von naturnahen und frei wachsende Hecken ist gerade in der winterlichen Ruhephase ideal, da man dann ganz gut das Astgerüst der Heckenpflanzen erkennt. Ein starker Rückschnitt sollte am Anfang des Frühlings erfolgen. Der Nestbau hat zu dem Zeitpunkt noch nicht begonnen und wenig später erfolgt der Laubaustrieb, so dass die Hecke schnell wieder begrünt ist. Nadelgehölze können dagegen noch bis April geschnitten werden.

Ein zweiter Heckenschnitt ist im August möglich. Um den 24. Juni, dem Johannistag treiben die Pflanzen ein zweites Mal aus. Dies gilt auch für Nadelgehölze. Allerdings sollte bei Sommerschnitten immer zuvor überpfüft werde, ob Vögel in der Hecke brüten, denn bei einigen Arten dauert die Brutzeit bis August an.

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